Der ehrgeizige, aber mittlerweile verarmte junge Coriolanus Snow hat nur ein Ziel: es weit zu bringen. Doch in einem Land wie Panem, in dem ein tyrannisches Regime herrscht, kann jeder Schritt einer zu viel sein. Snow sieht aber seine Chance als Mentor bei den zehnten Hungerspielen eingesetzt zu werden. Seine Aufgabe ist es, das Mädchen aus Distrikt 12 zu betreuen, das gegen die anderen Tribute in der Arena kämpfen muss. Snow muss sich gegen politische Intrigen, soziale Ungerechtigkeit und seine eigenen moralischen Zweifel stellen, während er zunehmend von seiner Ambition getrieben wird.
Das Buch bietet einen faszinierenden Blick auf die Ursprünge des berüchtigten Bösewichts der Reihe »Die Tribute von Panem«. Besonders spannend fand ich, wie Coriolanus Snow als junger Mann die Weichen für seine spätere, skrupellose Haltung legt. Die düstere Atmosphäre und die gesellschaftlichen Missstände in Panem werden sehr gut eingefangen. Auch wie die Hungerspiele, die hier noch in ihren Kinderschuhen stecken, ursprünglich gedacht waren. Dennoch hatte ich bei der Umsetzung das Gefühl, dass die Geschichte etwas weniger packend und tiefgehend ist als die der Hauptreihe. Die Spannung ist zwar da, aber die emotionale Bindung an die Charaktere blieb für mich etwas hinter den Erwartungen zurück. Aber Snow ist ja auch kein Sympathieträger an sich.
Mein Fazit: Die Vorgeschichte zu den Hungerspielen ist spannend und liefert interessante Einblicke, besonders in die Entwicklung von Snow. Es ist ein gutes Buch, aber die Wirkung ist nicht ganz so intensiv wie bei der ursprünglichen Trilogie. 4 Sterne.