Ich habe mich wirklich auf dieses Buch gefreut, vor allem weil ich so viele positive Stimmen dazu gehört hatte. Doch am Ende muss ich sagen: Station 22 war für mich ganz anders, als ich erwartet hatte – und leider nicht im positiven Sinn.
Ich würde das Buch eher als Psychothriller einordnen, weniger als klassischen Thriller. Der Schreibstil ist speziell – intensiv, teils verwirrend, und oft sehr emotional. Ich musste mich beim Lesen mehrfach sammeln, weil die Geschichte und die Art, wie sie erzählt wird, durchaus anstrengend sein können.
Viele Zusammenhänge habe ich erst spät verstanden, manches blieb für mich auch bis zum Schluss unklar. Das Ende hat mich eher konfus zurückgelassen als zufrieden. Trotzdem muss ich anerkennen: Der Schreibstil transportiert Gefühle sehr stark, und genau das macht das Buch auf seine eigene Weise eindringlich.
So leid es mir tut – gerade weil es sich um einen Debütroman handelt –, ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen. Es war für mich zu fordernd, zu schwer, und hat mich emotional eher belastet als begeistert.