„Credence“ hat mich anfangs total gefesselt – die einsame Bergkulisse, die düstere Stimmung und Tiernans innere Zerrissenheit waren wirklich spannend beschrieben. Man spürt, wie sie versucht, nach dem Tod ihrer Eltern zu sich selbst zu finden.
Allerdings wurde es mir im Laufe des Buches stellenweise zu viel. Die vielen „spicy Szenen“ wirkten irgendwann übertrieben – fast so, als würde sich alles nur noch darum drehen. Anfangs war die Spannung und Anziehung interessant, aber später dachte ich öfter: Okay, schon wieder eine Sexszene. Besonders befremdlich fand ich die ganze Situation mit dem Vater und seinen Söhnen – das war schon ziemlich grenzüberschreitend und hat mich eher irritiert als berührt.
Trotzdem muss man sagen: Penelope Douglas schreibt packend und emotional, und das Buch hat definitiv etwas Eigenes. Es ist provokant, anders und bleibt im Kopf – auch wenn nicht immer auf angenehme Weise.