Love Mum von Iliana Xander ist der Debütthriller der Autorin. Die Studentin Mackenzie Casper steht im Schatten ihrer berühmten Mutter, der Bestsellerautorin Elizabeth. Nach deren angeblich tödlichem Unfall erhält Mackenzie geheimnisvolle Briefe mit Tagebuchseiten, die Zweifel an den Umständen von Elizabeths Tod wecken. Auf der Suche nach der Wahrheit stösst sie auf dunkle Geheimnisse und merkt schnell, dass sie niemandem vertrauen kann, nicht einmal ihrer eigenen Familie.
Das Buch hat mich leider nicht so gepackt, wie ich es mir von einem Thriller erhofft hätte. Wenn ich zu einem Thriller greife, möchte ich Spannung von Anfang an spüren und das Gefühl haben, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu können. Dieses Gefühl ist hier leider ausgeblieben. Die Erzählweise war eher langsam und schleppend, sodass sich die Handlung über mehr als vierhundert Seiten zog, obwohl sie meiner Meinung nach auch deutlich kürzer hätte erzählt werden können.
In der Mitte des Buches gab es einen Twist, der mein Interesse für eine Weile geweckt hat. Ich dachte, ab hier würde die Spannung endlich anziehen, doch stattdessen fiel die Geschichte wieder zurück in ein gemächliches Tempo. Gegen Ende gab es zwar nochmals ein paar neue Erkenntnisse, die das Ganze kurzzeitig aufregender machten, doch im Grossen und Ganzen blieb die Handlung für mich zu flach.
Hinzu kam, dass mir gewisse Wendungen und Entwicklungen etwas an den Haaren herbeigezogen und unrealistisch vorkamen. Dadurch hatte ich Mühe, mich auf die Figuren und ihre Geschichten einzulassen. Insgesamt konnte mich das Buch daher weder fesseln noch nachhaltig beeindrucken. Für mich reicht das nicht aus, um es weiterzuempfehlen.