Insgesamt ein spannender Roman, der die Abgründe von Misogynie anhand einer abstrakten Erzählung aufzeigt. Die Verflechtung von kultureller Tradition mit feministischen Gedanken sind sehr gelungen. Das Motiv des Auges wird über das Buch hinweg immer wieder aufgegriffen und weitergesponnen, bis es irgendwann einen skurrilen Weg einschlägt. Das Beste sind die Augen ist kein Buch für schwache Mägen.
Die Auseinandersetzung mit der klaren Frauenfeindlichkeit ist teilweise etwas überspitzt. Auch die Handlungen und Gedanken der Hauptfigur sind für mein Gefühl nicht immer konsequent. Die Spannung wird über das gesamte Buch hinweg gut aufgebaut. Die Auflösung des Konfliktes zum Schluss hat mich hingegen nicht überzeugt.