Mit „Dem Sturm entgegen“ versucht Cecelia Ahern, eine vielschichtige Geschichte über Selbstfindung, psychische Belastung und familiäre Beziehungen zu erzählen. Im Mittelpunkt steht die Ärztin Enya, die sich in einer tiefen persönlichen Krise befindet. Nach einem folgenschweren Verkehrsunfall, bei dem sie Erste Hilfe leistet, beginnt für sie ein emotionaler Rückzug. Sie verlässt ihre Familie und versucht, auf dem Land neu anzufangen.
Leider konnte mich der Roman insgesamt nicht überzeugen. Die Handlung wirkt trotz einiger dramatischer Ereignisse erstaunlich spannungslos, und Enya blieb mir als Figur fremd. Ihre Gedankenund Handlungen waren für mich oft schwer nachvollziehbar. Ihre inneren Konflikte werden zwar ausführlich geschildert, doch wiederholt sich vieles, sodass sich die Geschichte stellenweise sehr zäh liest und insgesamt an Spannung verlor.
Die irischen Bräuche, die im Verlauf des Romans thematisiert werden, bringen zwar interessante kulturelle Aspekte ein, bleiben aber eher oberflächlich.
Insgesamt ein Roman mit Potenzial, das leider nicht voll ausgeschöpft wurde. Ich würde das Buch somit leider nicht empfehlen.