Die Sonne und die Mond nimmt uns Leser mit auf eine Reise ins Land der Trauer, Verletztheit und beinahe der bitteren Realität. Dieses “beinahe” ist der Grund, warum das Buch nicht 5 Herzen von mir erhält. Während die Lektüre wichtige Themen bezüglich Trauer, Loslassen und Weiterleben aufgreift, geht mir die ganze Geschichte ein wenig zu weit weg von der Realität. Alles ist sehr extrem - vor Allem die Charaktere, die man im Laufe des Buchs kennenlernt. Obwohl ebendiese Charaktere mir während dem ganzen Buch sehr fremd und absolut unsympathisch blieben, hatten sie doch auch eine faszinierende Wirkung auf mich.
So auch der Schreibstil, der doch sehr von Ironie und trockenem Humor geprägt ist. Der Stil muss einem gefallen (oder nicht) - aber er macht das Buch definitiv einzigartig! Ausserdem sollte man, um dieses Buch geniessen zu können, keine Scheu vor dem Makaberen haben.
Für mich bedeutete dieses Buch eine interessante (wenn auch etwas langgezogene) Geschichte, welche nebst interessanten Charakteren auch einen spannenden Einblick ins etwas verzerrt dargestellte Bestattungswesen gab. Ich würde das Buch nicht allen empfehlen, aber wer offen für eben jene Sachen ist, könnte dieses Buch durchaus geniessen.