Maren Vivien Haases Schreibstil führt einen von den ersten Worten an in die High Society der Hamptons. Mit viel Feingefühl und treffenden Beschreibungen lässt sie die elegante Welt, ihre Charaktere und die besondere Atmosphäre lebendig werden.
Auf den ersten Blick wirkt die Geschichte vielversprechend: Das Setting ist faszinierend, der Klappentext klingt spannend. Doch schon nach wenigen Kapiteln merkt man, dass sich viele Szenen in ihrer Struktur wiederholen. Die Handlung zieht sich etwas, und bis zum Ende des Buches bleibt das Gefühl, noch nicht wirklich angekommen zu sein.
Hamptons Prestige wirkt über weite Strecken wie ein sehr ausführlicher Prolog, der vor allem auf den zweiten Band hinarbeitet. Spannung wird kaum aufgebaut, zentrale Fragen bleiben unbeantwortet. Es gibt viele Andeutungen, doch nichts wird aufgelöst.
Das macht einerseits neugierig auf Band zwei, hinterlässt aber gleichzeitig ein eher unbefriedigendes Gefühl.
Trotzdem bin ich gespannt, welche Geheimnisse noch gelüftet werden und natürlich, für welchen der Charaktere sich die Protagonistin am Ende entscheidet! 😉