Karolina „Karo“ ist ein Zahlenmensch und bekennender Weihnachtsmuffel. Sie flüchtet seit Jahren vor dem Weihnachtsfest zu ihrer Cousine nach Italien. Dieses Mal jedoch nicht, denn Frieda, ihre beste Freundin, ist verstorben und Luise, deren geliebte Oma, ist mit ihrem Stand auf dem Weihnachtsmarkt ganz allein. Karo will Luise helfen, denn sie hat ihrer Ersatzoma sehr viel zu verdanken. Auf dem Weihnachtsmarkt gefällt es ihr zu ihrer Verwunderung zunehmend gut, wenn da nicht Jasper wäre, der ihrer Freundin einst das Herz gebrochen hat. Leider kann sie ihm aber auch nicht wirklich böse sein, da gewisse Gefühle erwacht sind…
Erster Eindruck: Das Cover zeigt einen Weihnachtsmarkt mit Beleuchtung und Schnee – sehr schön.
Dies war für mich das zweite Buch der Autorin nach „Weihnachtswunder im Hotel Mistelzweig“. Mir hat jenes Buch ausgezeichnet gefallen und daher war ich sehr gespannt auf das neue Buch (hier kommt es übrigens auch zu einem kurzen Verweis auf das Hotel Mistelzweig).
Hui, der Einstieg war heftig: Ein Todesfall und die Verwirrtheit von Luise. Ich dachte mir, dass das wirklich ein sehr trauriger Weihnachtsroman sein würde. Aber so ist das Leben – es nimmt nicht Rücksicht auf den Kalender. Es tat mir weh, dass Luise sich plötzlich nicht mehr erinnerte, dass Frieda verstorben war. Aber im nächsten Moment war wieder alles klar. Für Karo eine grosse Herausforderung, denn einerseits leidet sie selbst unter dem Verlust der besten Freundin, andererseits war Luise seit ihrer Kindheit ihre Ersatzoma, bei der sie viel Liebe erfahren durfte. Karo hat Urlaub und kann Luise helfen, aber was ist danach? Jasper freut sich sehr, dass Karo da ist. Er liebt die Weihnachtszeit und hat mit Karo gewettet, dass er sie auch noch zum Weihnachtsfan machen kann. Wette angenommen!
Sehr berührend war für mich der Umgang von Konrad mit Luise, in die er seit Jahrzehnten verliebt ist. Hier gab es wirklich sehr, sehr emotionale Momente… schluck… Wunderbar gefallen haben mir die Freunde, die Karo gleich in ihrem Kreis aufgenommen haben. Von mir gibt es für diesen traurigen, aber dennoch sehr schönen und auch nachdenklich machenden Weihnachtsroman 5 Sterne.