Lynn hat gekündigt und reist zu ihrer Tante Rebecca nach Starwood, wo sie ihr im Laden aushelfen will. Dabei hofft sie, die Vergangenheit endlich hinter sich lassen zu können. Beim Aussuchen des Weihnachtsbaumes trifft sie auf Miles, dessen Familie die Weihnachtsbaumfarm besitzt. Er lässt ihr Herz schneller schlagen; wenn er in ihrer Nähe ist, fühlt sie sich geborgen. Er hat Verständnis, wenn sie nicht über ihre jüngsten Erlebnisse sprechen kann, denn auch er konnte lange nicht über seine Vergangenheit reden. Als Lynn beginnt, wieder an das Gute im Leben zu glauben, wirft ein unerwarteter Besuch sie aus der Bahn…
Erster Eindruck: Ein eher zurückhaltendes Cover, das hoffentlich glitzert (ich habe das E-Book gelesen, daher ist dies nicht ersichtlich) – gefällt mir.
Lynn kam all die Jahre immer wieder gerne nach Starwood, wo ihre Mutter aufgewachsen ist und Rebecca, deren Schwester, nach wie vor lebt. Sie hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihrer Tante, die sie und ihre Entscheidungen immer vorbehaltlos akzeptiert, wohingegen ihre Eltern meinen, es immer besser als Lynn zu wissen. Hm…
Als Lynn für Rebecca einen Baum auswählen soll, musste ich schmunzeln, denn sie sollte unbedingt einen kaufen, der nicht perfekt ist. Also einen Baum mit Charakter. Als ich vor vielen Jahren noch Weihnachtsbäume gekauft habe, war es mir auch wichtig, einen etwas schrägen Baum zu kaufen, denn dieser musste auch geliebt werden!
Als Miles feststellt, dass Lynn gar keinen Adventskalender hat, kennt er sie erst wenige Tage. Dennoch kann er das so nicht stehen lassen: Er schenkt ihr etwas zum 1. Dezember, wovon weitere 23 gleiche Artikel (in unterschiedlicher Ausführung) bis zum 24. Dezember folgen – das mag romantisch sein, aber preislich übertrieben und auch unrealistisch. Aber ein Weihnachtsroman darf romantisch-kitschig-übertrieben sein. In diesem Buch geht es nicht nur um Romantik, sondern auch um Panik, alte Verletzungen und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Und um ein Weihnachtswunder!
Ich mag Kleinstadtromane wie „Gilmore Girls“ oder „Virgin River“ sehr gerne, denn mir gefällt der Zusammenhalt der Menschen. Auch wenn alle ihre Ecken und Kanten haben und stets über alles im Bilde sind, stehen sie füreinander ein. Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Autorin ist Mitte zwanzig und ihre Protagonisten sind im ähnlichen Alter. Sie hat eine junge Sprache: Fangirlen, Ghosten, Fandoms, creepy, Crush. Und offensichtlich eine grosse Leidenschaft für Taylor Swift; sie und ihre Songs werden zigfach erwähnt – für mich ein bisschen zu viel; 4 Sterne.