Mir hat dieses Buch persönlich nicht gefallen.
Aber fangen wir mit den positiven Aspekten an. Das Buch als Objekt war wunderschön schaurig und passte perfekt zur Geschichte und der bedrückenden Atmosphäre. Auch der schnelle und flüssige Schreibstil hat mir gefallen. Man kommt einfach in die Geschichte hinein und wurde am Anfang richtig gepackt.
Leider eskalierte die Geschichte aber immer und immer weiter. Ich unterstütze zwar „women’s rights and wrongs“, aber irgendwie habe ich doch noch Moral und die Grenze wurde für mich zu oft und zu stark überschritten. Ich fand alle Charaktere unsympathisch und wollte ihre Geschichte eigentlich gar nicht mehr verfolgen. Ausserdem fand ich, dass zu viele unnötige groteske Details eingebunden wurden, die nichts zur Handlung beigetragen haben. Ich fand das Buch allgemein ein bisschen zu flach und hätte mir mehr Erforschung der Nebencharaktere und Details gewünscht. Am Schluss blieben mir zu viele Fragen offen. Die ganze Zeit habe ich auf eine Überraschung und Erklärung am Schluss gewartet, die den ganzen Fiebertraum erklärt, doch am Ende blieb ich mit leeren Händen da. Vielleicht lag die Erklärung zwischen den Zeilen und ich habe etwas Geniales verpasst. Für mich war das Buch jedoch nicht zufriedenstellend und hat mich auch nicht zum Nachdenken gebracht.
Zusammengefasst hat das Buch Potenzial, das jedoch noch gut versteckt bleibt. Ich würde das Buch nur denjenigen empfehlen, die Spass an einer unbequemen und sehr verstörenden Geschichte haben und nie wieder blaue Augen gleich sehen wollen.