In “Botanik des Wahnsinns” verarbeitet der Protagonist seine aussergewöhnliche Familiengeschichte auf humorvolle, fast satirische, aber zugleich ernste und tragische Weise. Immer wieder stellt er sich die Frage, ob er seinem vermeintlich vorbestimmten Schicksal entkommen kann oder ob er dazu verdammt ist, in die Fussstapfen seiner Vorfahren zu treten. Als er schliesslich selbst in der Psychiatrie landet, wird er gezwungen, seine eigene Anamnese zu schreiben.
Das Buch wirft spannende Fragen auf und lädt zum Nachdenken und Reflektieren ein. Was ist eigentlich normal und wer entscheidet darüber? Der Schreibstil ist sicherlich nicht für alle Leser leicht zugänglich, spiegelt jedoch sehr treffend die Gefühlswelt des Protagonisten wider. Es ist keine leichte Kost, aber definitiv lohnenswert zu lesen.