Frank lebt alleine in seinem Haus, er ist immer mies drauf und mag eigentlich auch keine anderen Menschen um sich herum, dementsprechend ist er auch nicht erfreut, als der kleine 6-jährige Red mit seiner Mutter nebenan einzieht.
Hier nimmt die bezaubernde Geschichte ihren Lauf. Matt Coyne schreibt jeweils aus der Perspektive von Frank und Red. Ich bin in die ersten Seiten abgetaucht und habe mich sofort in den kleinen Red verliebt. Mit seiner kindlichen Naivität lässt er sich nicht davon abbringen, Frank aus seiner Reserve zu locken, was er selber aber nicht immer sehr nett aufnimmt. Mit seiner mürrischen Art und seiner schlechten Laune, hätte jeder andere von uns schon längst aufgegeben. Die Szenen sind sehr lebhaft beschrieben, die Dialoge zwischen den beiden sind zwischendurch auch mit einer Prise Humor untermauert.
Von Kapitel zu Kapitel entsteht hier eine Freundschaft, die man nicht für möglich gehalten hat. Frank beginnt allmählich, einen Draht zu Red zu entwickeln und als er schliesslich auch noch babysitten muss, weil Red seinetwegen von der Schule suspendiert wurde, scheint es kein Zurück mehr zu geben. Durch das Buch hinweg lernen wir Frank intensiver kennen und erfahren dadurch, warum es ihm schwer fällt Menschen an sich heranzulassen. Mich hat die Geschichte sehr berührt und an der einen oder anderen Stelle sind dann auch die Tränchen gekullert.
Der Schreibstil ist durch das Buch hinweg einnehmend, auch wenn an manchen Stellen die Übersetzung nicht ganz gelungen ist, im Lesefluss hat mich das nicht stark gestört.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für diese berührende, einnehmende und auch sehr authentische Story.