Hannahs Grossmutter Evelyn ist noch ihre letzte lebende Verwandte. Als sich israelische Anwälte bei Evelyn melden wegen Wiedergutmachung von verschwundenen Bildern, die damals die Mutter von Evelyn, Senta für ihren Schiegervater diktiert bekommen hat und abgegeben werden mussten, will ihre Grossmutter davon nichts wissen. Hannah nimmt die Erforschung dieser Thematik selbst in die Hand und erfährt mehr über die Geschichte ihrer Grossmutter sowie Urgrossmutter und schlussendlich auch etwas über sich selbst. Die Kapitel sind nach Ort und Jahr unterteilt und die Leserschaft erfährt zu verschiedenen Figuren in jeder Generation erwas, was schlussendlich wie ein Zeitstrahl funktioniert.
Der Schreibstil ist ganz in Ordnung, die Autorin hat eine eigene Art zu schreiben und es scheint mir, als könne man den Unterschied für jeden Charakter erkennen. Ich konnte mich gut in die Charaktere einfühlen und trotzdem las sich das Buch nicht so flüssig wie andere. Vielleicht wegen dem Schreibstil oder der Thematik. Die ist ja doch ein bisschen schwerer, also es geht um die Zeit während des zweiten Weltkrieges, wie die jüdisch gläubigen Menschen behandelt wurden, was die Folgen von Entscheidungen für die nächste Generationen sind, um Mutterschaft in jungen Jahren, um das Verlassen werden und sterben (nicht so intensiv).