Mitten ins Herz hat mich diese Geschichte getroffen. Genau wie Saskia habe ich jahrelang in einem geregelten Leben mit sicherem Job verharrt, das ich wenig hinterfragt habe und anscheinend zu passen schien. Erst mit dem Ausstieg aus dem Hamsterrad bemerkten wir, was uns bis anhin gefehlt hat - Leichtigkeit, Lust am Leben, Zeit für kleine Momente und Freundschaften.
Saskia reist wegen dem Erbe ihrer Grosstante an den Gardasee, wo sie mit offenen Armen empfangen wird. Dieser Ort und die Herzlichkeit der Nachbarschaft lassen sie immer wieder an ihre längst verstorbene Mutter denken. Stück für Stück erinnert sie sich an gemeinsame Momente an diesem magischen Ort und sie merkt, wie wenig erfüllend ihr Leben in Deutschland eigentlich ist. Ihre Gedankengänge werden gut nachvollziehbar beschrieben und so sind wir dabei, wie sie ihr altes Leben immer mehr hinterfragt und sich eine neue, bessere Version ausdenkt. In meinen Augen ist es sehr gelungen, dass am Ende viele Fragen geklärt werden, aber Saskia ihr Leben innerhalb von vier Wochen nicht gänzlich neu sortiert hat.
Auf dem Cover des Buches ist die Villa, das Erbstück, abgebildet, welche eine zentrale Rolle in der Geschichte spielt und daher absolut passend ist. Alles in allem finde ich das Werk stimmig und habe es sehr gerne gelesen.