Cole Black lebt in Kringletown, wo das ganze Jahr Weihnachten ist. Wie bitte? Ja, Kringletown ist besessen von Lichterketten, Weihnachtsliedern und allem, was mit Weihnachten zu tun hat. Cole zieht sich – insbesondere zur effektiven Weihnachtszeit – lieber zurück. Als Storee Taylor nebenan bei deren Grosstante einzieht, ist es mit seiner Ruhe vorbei, denn sie meldet sich für den Weihnachtskringle-Wettbewerb an. Ausgerechnet sie! Cole muss handeln – er meldet sich selbst an und will den Sieg für sich verbuchen, koste es, was es wolle…
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir. Aktuell scheint es in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen – das mag ich nicht.
Cole und Storee kennen sich von früher. Nach zehn Jahren taucht sie plötzlich wieder in Kringletown auf. Was will sie hier? Sie zickt ihn schon mal zünftig an und er springt auch gleich darauf an. Oha, ziemlich explosiv – weit entfernt von vorweihnächtlicher Stimmung!
Jedes Kapitel fängt mit einem Gedicht an, das von einem Erzähler ist, der zuweilen auch mit Cole „diskutiert“. Diese Stellen hätte ich nicht gebraucht.
Ich mag die Weihnachtszeit, nicht umsonst lese ich ja auch schon im August die ersten Weihnachtsromane. Aber wenn ich mir vorstelle, dass in meinem Ort das ganze Jahr Weihnachtsstimmung herrscht, führt das bei mir zu Fluchtreaktionen. Das wäre mir definitiv zu viel. Aber für die Story in einer Kleinstadt ist das natürlich sehr witzig. Ich mag Kleinstadt-Geschichten sehr gerne („Gilmore Girls“ oder „Virgin River“ lassen grüssen!).
Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Bewertung fällt mir nicht so leicht, aber das Buch hat mich auch verwirrt:
Die erste Hälfte des Buches ist es eine schräge Weihnachtsgeschichte, bei der Storee und Cole sich um den Sieg des Weihnachtskringle-Wettbewerbs streiten. Das war zu Beginn witzig, dann zunehmend nervend, da die Protagonisten ja schliesslich nicht mehr zehn Jahre alt waren, sondern erwachsen. Sollte man meinen. Gerade als es aus meiner Sicht wirklich drüber war, kam ein Wendepunkt mit einem sehr berührenden Moment. Schön.
Da die beiden sich mittlerweile näher kommen – was nicht überraschend war – folgten „heisse“ Szenen, für mich passend zu einem Erotikroman, aber viel zu viel für eine locker-witzig-romantische Weihnachtsgeschichte.
Am allerbesten gefallen hat mir Atlas „Max“, der beste Freund von Cole. Es ist ein wunderbares Geschenk, eine solche Freundschaft zu haben. 3 Sterne – dank Max.