Die Haven Brothers, Band 1: Audrey Young hat ihren Job verloren, da die Firma Mitarbeiter abbauen musste. Nie hätte sie erwartet, wieder nach Tilikum zurückzukehren, denn es fühlt sich für sie wie ein Versagen an. Die Rechnungen wollen bezahlt werden, daher ist der neue Job bei der Lokalzeitung Tilikum Tribune dennoch willkommen. Josiah Haven arbeitet beim Nachbarhaus: Ein attraktiver, sehr schweigsamer Holzfäller-Typ, den sie als äusserst kommunikative Frau unwiderstehlich findet. Doch für Liebe hat sie keine Zeit, denn sie hat ein Problem: Sie hat das Gefühl, beobachtet zu werden, was sich bestätigt, als ein totes Eichhörnchen vor der Tür mit einer Botschaft liegt…
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut; aktuell scheint es in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen – das mag ich jedoch nicht.
Es hat mir sehr gefallen, über den grummeligen Josiah und die immer optimistische Audrey zu lesen. Ich musste wirklich über Josiah schmunzeln, als er immer wieder für sich – beinahe mantramässig – wiederholte “Sie war nicht mein Problem“. Nur um dann festzustellen, dass sie es eben doch war. Herrlich! Und dann Audrey: Ist es nicht süss, wenn sie sich mehr um die Eichhörnchen sorgte als um ihre eigene Sicherheit? Es muss schlimm sein, wenn jemand gestalkt wird. Dummerweise ist der Stalker den anderen immer um zwei, drei Schritte voraus! Wer hat es auf Audrey abgesehen? Und vor allem: weshalb? Josiah hat gleich einen Verdacht, nämlich den Ex-Freund von Audrey. Sie haben sich vor zig Jahren getrennt, woraufhin er kurz danach geheiratet hat. Audrey kann sich nicht vorstellen, weshalb er etwas gegen sie haben sollte. Aber sie sieht auch immer nur das Gute in den anderen…
Mir hat die Familie Haven, inklusiv der verkupplungswütigen Tante Louise, sehr gefallen. Und Max, Audreys Hund, war natürlich Zucker! Ganz und gar kein Wachhund, denn er sieht in allen Menschen nur potenzielle Spiel- und Kuschelpartner. Auch das Kleinstadtfeeling hat mir sehr gefallen.
Familie, Angst, Stalking, Optimismus, Pessimismus, Neuanfang, Liebe – dies sind einige der behandelten Stichworte des Beginns der Reihe um die Haven Brothers. Da ich ja nur ein klein-wenig-fast-gar-nicht-spürbar reihenanfällig bin, ist mir natürlich klar, dass ich die anderen Bände auch werde lesen „müssen“. Und dazu kommt noch die Reihe um die Bailey Brothers, die ich auch noch lesen „muss“. Spass beiseite, ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt, vergebe sehr gerne 5 Sterne und freue mich auf weitere Lektüre.