Peter, 30, Anwalt und Ivan, 20, Schachspieler, geraten nach dem Tod ihres Vaters ins strudeln. Die beiden verstehen sich schon lange nicht mehr, vermeiden einander und sind doch in ihrer Trauer verbunden. Peter als erfolgreicher Anwalt und Frauenheld ist zwischen zwei Frauen hin- und hergerissen. Ivan, ein Nerd mit Zahnspange ist zwar erfolgreich im Schachspiel, aber muss zuerst noch erwachsen werden (Die Zahnspange soll er am Ende des Romans loswerden – und scheint dann auch erwachsen zu sein). Er lernt eine 15 Jahre ältere Frau kennen und lieben, obwohl beide zweifeln, ob das richtig ist und gut ausgehen kann. Peter äussert sich abfällig über diese Frau, worauf der Streit zwischen beiden eskaliert. Dass am Ende beide – alle – doch zusammenfinden, ist den drei starken Frauen zu verdanken, die sehr bestimmt handeln. Ivan arbeitet hart an sich, und durch seine Beziehung zu Margaret findet er aus seiner tiefen Krise heraus.
Das Buch ist flüssig geschrieben, an die teils verkürzten Sätze gewöhnt man sich schnell. Es entsteh eine intensive Innensicht der Protagonisten, ihrer Zweifel und Bedenken, ihrer Trauer und Angst, ihres Hasses aufeinander, aber auch ihrer Sehnsucht, angenommen und erkannt zu werden. Ein hochinteressantes Buch, das durch die Innensichten einen starken Sog entwickelt, so dass man es kaum mehr weglegen mag. Ein cooles Buch!