Mit „Asa“ legt Zoran Drvenkar einen intensives Buch vor, der weit über das Genre hinausgeht. Im Mittelpunkt steht Asa, die nach Jahren der Abwesenheit zurückkehrt, um eine grausame Tradition in ihrer Familie und Gemeinschaft zu beenden. Ihre Rückkehr entfacht einen Strudel aus Rache, Gewalt und Verrat, in dem alte Geheimnisse ans Licht kommen und Familienbande auf eine harte Probe gestellt werden.
Drvenkar gelingt es, eine düstere und bedrückende Atmosphäre zu erschaffen. Seine Sprache ist kraftvoll, dicht und voller Wucht – manchmal brutal, oft erschütternd. Die Handlung springt zwischen verschiedenen Zeiten und Figuren.
„Asa“ ist kein einfacher Thriller, sondern eine vielschichtige Familiensaga, die von Hass, Liebe, Macht und den Folgen alter Rituale erzählt. Wer sich auf diese düstere Welt einlässt, wird mit einem packenden, emotional aufwühlenden Leseerlebnis belohnt, das lange nachwirkt.
ASA ist für mich kein typischer Thriller, eher eine brutale Familiensaga.