Ein interessantes Buch zu den Walsern, diese deutschsprachige Bevölkerung, die vom Wallis ausgehend im ganzen Alpenraum niederliess.
Es sind zwei Geschichten. Die erste spielt im 14. Jahrhundert und wirklich ein Roman. Die Beschreibung des Lebens der Hauptfigur ist präzise, nahe bei der Person. Die zweite Geschichte spielt Ende 19. / Anfang 20. Jahrhundert und basiert auf Briefen, die Nachfahren der Autorin übergeben haben.
Dadurch sind die zwei Geschichten stilistisch sehr unterschiedlich. Während die Autorin im ersten Teil den Eindruck vermittelt, eine klare Vorstellung zu haben, ist vieles im zweiten Teil diffus.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, bin mit dem ersten Teil deutlich klarer gekommen. Der erste Teil spielt im Berner Oberland, der zweite im Kaukasus. Es war für die Autorin sicher einfacher, im Berner Oberland nach Spuren zu suchen als im Kaukasus