Das Cover ist schön gestaltet, verrät uns jedoch nichts über den Inhalt. Auch der Titel gibt wenig preis und so startet das Leseabenteuer ohne grosse Vorahnung.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Elite Universität Harrington, wo vor allem sehr wohlhabende Studierende ihren Platz haben. Schnell wird klar, dass an dieser Schule eine Zweiklassengesellschaft herrscht, bei der Stipendiaten und ärmere Studierende schikaniert und gepisakt werden. Das Ausmass dieser Benachteiligung zeigt sich im Laufe des Buches immer mehr. Vier sehr mutige junge Menschen möchten die Wahrheit ans Licht bringen und aufzeigen, dass an diesem Campus nicht mehr Wissen, Talent, harte Arbeit und Chancengleichheit gilt. Sie setzen sich gemeinsam für mehr Gerechtigkeit ein und riskieren dafür viel. Bei unzähligen nächtlichen Recherchen, geheimen Treffen und wilden Diskussionen kommen sich Alex, der Erbe der Wellington Familie, welche Gründer der Universität sind und Olivia, die Tochter des Hausmeisters und Drahtzieherin der ganzen Aktion, immer näher. Auf sehr authentische Weise wird beschrieben, wie sie die Welt des Anderen entdecken, Verständnis dafür aufbringen und sich selber beginnen zu einem mutigeren, besseren Selbst zu transformieren. Beide sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen und inspirieren mit ihrer Beharrlichkeit und Unerschrockenheit. Die andere Hälfte des Quartetts besteht aus den besten Freunden Olivias - Maya und Akio. Die drei kennen sich schon seit Kindertagen und sind immer für einander da. So erzählt das Buch neben grossem Mut auch von tiefer Freundschaft und Loyalität. Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und die komplexe Handlung gut nachvollziehbar dargestellt. Für mich ein absoluter Lesegenuss, welcher mich richtig reingesogen hat.