Wir begleiten Gwin, die von Zuhause ausgebüxt ist und in einem Zauberladen Unterschlupf findet. Dort lernt sie nicht nur den Kater Nerowitz kennen, sondern vor allem auch Madame Manou. Die kann wohl Träume erfüllen und dafür bekommt Gwin eine magische Karte, auf der sie sich ihre eigene Welt malen kann. Als sie den Drachen Jun kennenlernt, beschließt sie, ihm zu helfen, sein Herz wiederzubekommen. Daraufhin gerät sie mit Jun und der Flamme Ignatius in einige turbulente Abenteuer.
Somit ist schon klar: wer auf Fantasy und Abenteuer steht, wird dieses Buch auf alle Fälle lieben. Gerade für eine jüngere Leserschaft dürfte die Mischung aus Spannung und Humor, aber auch tiefgehenden Gefühlen sehr schön sein. Man fiebert mit den drei Hauptfiguren mit, wenn sie immer wieder in brenzlige Situationen geraten. Gwin reagiert immer sehr emotional auf alles, so trifft sie auch die Entscheidung, Jun zu helfen, obwohl Ignatius ihr davon abrät.
Die Zeichnungen von Indiana Acosta sind absolut wundervoll und bereichern die Geschichte.
Was die Zielgruppe angeht, würde ich sagen, wenn das Kapitel „Drachenfeuer“ nicht wäre, wäre ab 9 Jahre bestimmt okay. Aber dieses Kapitel ist doch schon sehr gruselig, da hatte auch ich sofort Bilder im Kopf, die ich so nicht haben wollte, zumindest nicht, wenn ich ein Kinderbuch lese. Von daher würde ich sage, ein bisschen älter dürften die Kids dann schon sein. Aber ansonsten hat mich die Geschichte schon sehr begeistert, ist sie doch voller Magie und Fantasie, mit der nötigen Portion Humor und einem unvergleichlichen Trio aus Mädchen, Drache und Flamme.