Selma ist eine Spinne, eine Spinne, die weiss, was sie will, auch wenn sie immer wieder hört, dass falsche Netze macht. Aber dies interessiert Selma nicht, denn sie möchte nicht Fliegen sondern die Schönheit des Universums fangen. So lässt sich die kleine Spinne nicht entmutigen und verfolgt ihren Traum, eines ihrer Netze so nah wie möglich am Himmel zu spinnen. Sie macht sie sich auf eine erlebnisreiche Reise und kommt am Schluss tatsächlich zum Ziel, wenn auch doch etwas überraschend.
Bereits wenn man das Buch in die Hände nimmt, ertastet man die kreativen Netze von Selma. Die klaren Strukturen ziehen sich durchs ganze Buch und lassen denoch viel Platz für Fantasie und witzigen Details. Kann man einer Spinne zum Beispiel ansehen, ob sie erschöpft oder glücklich ist? Auch ohne (oder vielleicht gerade wegen den fehlenden) Strichmünder erscheinen die Spinnen und insbesondere Selma liebenswert.
Der Schluss kommt etwas gar überraschend und sureal, passt aber beim zweiten Mal durchlesen durchaus zur Geschichte. Wenn wir an unseren Träumen festhalten, können sie durchaus viel fantastischer in Erfüllung gehen, als wir uns vorgestellt haben.
Ein schönes Buch zum Erzählen, miteinander diskutieren, philsophieren und diskutieren. Oder nie dagewesene Netze zu kreiern, sei es mit Nägeln und Faden oder Schreibern oder was man sonst für Ideen hat. Und endlich mal ein etwas anderes Tier als Hauptfigur einer feinen Geschichte mit viel Raum für eigene Gedanken.
Für alle, die Bilderbuchgeschichten gerne mit Kindern zusammen (frei) erzählend entdecken und erleben.