Polizistin Effi Lu findet im Toten Moor 6 Leichen. Das befördert sie aufgrund Personalmangels in die neu gegründete Cold Case Unit in Hannover. Ihr zur Seite gestellt wird Kriminalhauptkommissar Montag, der zwar ein begnadeter Ermittler ist, aber im zwischenmenschlichen Bereich einige Defizite aufweist . Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Lu ist jung, von kleiner Statur und wird ständig unterschätzt. dabei ist sie neugierig mit scharfem Verstand. Ich mochte sie von der ersten Zeile an.
Montag hat seine Emotionen nicht immer im Griff, trinkt zu viel und sein Umgang mit Frauen ist nicht vorbildlich, aber er ist ein guter Ermittler. Bei ihm hat es länger gedauert, bis ich seine guten Seiten würdigen konnte.
Zurück zum Fall : 6 Tote, davon 5, die bereits seit 40 Jahren auf dem Grund des Sees liegen und ein aktueller Fall. Der führt zum Konflikt mit der leitenden Beamtin des Falls, mit der Montag eine gemeinsame Vergangenheit hat. Wenn ich jemanden definitiv nicht leiden konnte, dann sie. Verletzte Gefühle hin oder her, sie war für mich unprofessionell und rachsüchtig. tatsächlich kommen Lu und Montag mit den Ermittlungen gut voran. Die beiden ergänzen sich perfekt. Dann verschwindet Lu und auf der Suche nach ihr gerät Montag in tödliche Gefahr.
Mir haben die beiden Ermittler gut gefallen. Durch ihre Unterschiedlichkeit gab es immer wieder humorvolle Momente. Der Fall selbst war fesselnd und die Ermittlungsarbeit hatte meine ganze Aufmerksamkeit. Die letzten Seiten haben mich dann richtig in Atem gehalten. Die Autorin hat für mich die Spannung immer weiter gesteigert. da konnte ich gut damit leben, dass die Aufklärung zwar überraschend für mich aber etwas zu übertrieben war. Bis auf diesen Punkt hat mir der Krimi sehr gut gefallen und mich gut unterhalten.