Eine Frau wird in der Kanalisation unter der Semperoper gefunden erdrosselt, in einem Galakleid, mit geheimnisvollen Zahlenkombinationen in Hände und Füsse geritzt. Von ihrer kleinen Tochter fehlt jede Spur. Ein grausamer Fall, der Arne Stiller von der Dresdner Mordkommission vor eine schwierige Aufgabe stellt. Steht das Verbrechen in Verbindung mit einer umstrittenen Inszenierung an der Oper, oder steckt doch ein Psychopath dahinter? Für den streitbaren Kryptologen ist es der erste Einsatz nach seiner Suspendierung und die Zeit läuft unerbittlich, um das verschwundene Kind zu retten.
Die Grundidee fand ich spannend, und die Verbindung von Kryptologie, Psychothrill und Opernkulisse hat definitiv Potenzial. Elias Haller schreibt atmosphärisch und schafft es, die Dramatik der Handlung gut einzufangen.
Trotzdem konnte mich das Buch persönlich weder restlos begeistern noch wirklich enttäuschen. Es war für mich solide Unterhaltung aber ohne nachhaltigen Eindruck. Manche Szenen waren spannend andere wiederum haben mich eher distanziert zurückgelassen.
Fazit: „Der Kryptologe“ ist ein Thriller mit interessanten Ansätzen und einer aussergewöhnlichen Kulisse. Für mich persönlich war es weder ein Highlight noch ein Reinfall – eher ein Buch, das man zwischendurch lesen kann, ohne dass es lange im Gedächtnis bleibt.