Mit „Das Bernsteinkind“ präsentiert Max Bentow den zehnten Fall für Nils Trojan und dieser hat es in sich. Innerhalb kürzester Zeit werden drei Menschen brutal getötet, und zunächst scheint es keinerlei Verbindung zwischen den Opfern zu geben. Genau solche rätselhaften und undurchsichtigen Fälle liebe ich, denn sie fordern nicht nur den Ermittler, sondern auch den Leser heraus, Stück für Stück die Puzzleteile zusammenzufügen.
Der Aspekt, dass scheinbar voneinander unabhängige Taten im Laufe der Geschichte doch auf verstörende Weise zusammenhängen, hat mich besonders fasziniert. Bentow schafft es wieder einmal, die Spannung konstant hochzuhalten und gleichzeitig atmosphärische Tiefe zu erzeugen. Dabei wechselt er geschickt zwischen psychologischem Thrill, düsteren Beschreibungen und überraschenden Wendungen, die das Leseerlebnis intensiv und packend machen.
Am Ende fügt sich alles zu einem schlüssigen und erschreckenden Gesamtbild zusammen – so, wie man es von Max Bentow kennt und liebt.
Fazit: „Das Bernsteinkind“ ist ein starker und komplexer Thriller, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Ein würdiger zehnter Band der Reihe, der Lust auf mehr macht.