Delia ist 16 Jahre alt, arbeitet in den Schulferien in der Fleischfabrik am Fliessband, so wie einige ihrer Freundinnen und Kameradinnen auch. Sie lebt mit ihrem sehr kontrollierenden Vater. Die Mutter ist gestorben.
Eines Tages wird sie auf dem Heimweg nach Hause gebracht. Sie scheint verwirrt. Sie habe ein Raumschiff gesehen, Ausserirdische. Die Geschichte weckt Interesse - Zweifel am mentalen Zustand der jungen Frau - oder ist es doch möglich? Bald stellt sich heraus, dass Delia schwanger ist - ihren Äusserungen nach hat sie noch nie mit einem Mann geschlafen. Zwei weitere Frauen ihres Alters werden ebenfalls schwanger, auf seltsame Weise. Das zieht Aufmerksamkeit auf sich, nicht nur in den engen Grenzen des kleinbürgerlichen Dorfes. Klatsch, Vermutungen - auch ein Journalist, der eigentlich zu einer Reportage mit anderem Ziel ins Dorf gelangt ist, nimmt Wind auf von dieser Sensation und er setzt sogleich die Segel.
Der Plott ist bizarr, absurd. Er hält den Finger auf die Sensationslust der Massen, auf die Gier nach Aufmerksamkeit und darauf, wie leicht es ausser Kontrolle kommt.
Am Anfang war es nicht einfach, die Personen auseinanderzuhalten. Da hat mir die hintere Buchdeckelseite geholfen, welche die wichtigsten Figuren nenne. Der Witz von McCarten konnte mich bei diesem Buch nicht so begeistern wie bei Englischer Harem. Auch die Geschichte weniger, obwohl oder vermutlich eher gerade weil diese Sensationslust und das Heischen nach Aufmerksamkeit mit allen Mitteln täglich in Realität sichtbar ist - das finde ich ekelhaft genug.
Trotzdem habe ich das Buch in kurzer Zeit gelesen und bereute nicht, es nicht abgebrochen zu haben.
Vic (Journalist): “Ja, ich glaube schon. Du willst, dass ich Jagd auf … nichts mache.”
“Genau das, Vic. Genau das will ich. Denn nichts verkauft sich so gut wie nichts.”