Rezensionsexemplar
Das Cover zeigt eine verschneite Winterlandschaft in kühlen Blau- und Grautönen, durchzogen von deutlichen Spuren im Schnee, ein zentrales Motiv, das symbolisch für Ermittlungsarbeit, Vergangenheit und das Aufdecken verborgener Wahrheiten steht. Die ruhige, beinahe melancholische Bildsprache spiegelt die Atmosphäre der Kleinstadt Eggenburg wider, in der sich der Krimi abspielt.
Ein winterlicher Krimi, der sich perfekt in die kuschelige Lesezeit einfügt. Verschneite Gassen, der Duft von frischem Brot und das sanfte Knirschen von Schritten im Schnee bilden die Kulisse für eine spannende Geschichte mit viel Herz. Die Atmosphäre ist wundervoll dicht, das Setting einer kleinen Stadt wirkt charmant und lebendig, und die Figuren (allen voran die sympathische Protagonistin mit ihrer neu übernommenen Bäckerei) laden zum Mitfühlen und Miträtseln ein.
Besonders schön ist die ruhige Erzählweise, die trotzdem nie langweilig wird, sondern Stück für Stück ein Netz aus Geheimnissen und alten Wunden aufrollt.
Ein paar kleine Kritikpunkte gibt es: Der Anfang zieht sich ein wenig, und manche Wendungen sind etwas vorhersehbar. Annas schnüfflerei in dem Fall wirkt im ersten Moment eher gestellt und weniger realistisch. Sie stolpert über Hinweise, was natürlich Glück sein kann.
Trotz dem kleinen Kritikpunkt eine Leseempfehlung von mir.