Winter in New England, Ostküste der USA. Das Buch beginnt mit enem Paukenschlag: Quinn Baxter steht über ihrem Mann, der in einer riesigen Blutlache liegt, regungslos und sowas von tot. Und Quinn hat ihn erstochen, da ihr einst geliebter Mann sich zu einem Frauenverprügler und Manipulierer gewandelt hat, der seine eigene Frau ohne Ende schikaniert hat. Die junge Frau ergreift die Flucht, will nach Kanada, um sich da in der weiten Wildnis des riesigen Landes für den Rest ihres Lebens zu verstecken.
Auf dem Weg dahin bricht ein richtig fürchterlicher Schneesturm aus, und Quinn ist gezwungen, in einem abgelegenen, runtergerödelten Motel, das Baxter-Motel, für eine Nacht zu bleiben. Der Besitzer, der ausserordentlich freundliche Nick Baxter, nimmt sie in Empfang. Als sie ihr Zimmer bezieht, sieht sie, dass in Baxters Haus eine Frau am Fenster steht, nur ein Umriss, aber Quinn merkt instinktiv, dass sie von der Frau beobachtet wird. Nick erkärt ihr dann, dass es sich um seine Frau handle, die schwer krank sei und das Haus nie verlasse. Wer jetzt als LeserIn auf eine berühmte Duschszene mit Messer und Mord wartet, dem sei gesagt, es kommt noch viel besser.
Freida McFadden spielt gekonnt mit diversen Motiven aus Hitchcocks “Psycho” , geht aber schliesslich einen ganz anderen Weg. Eine gruselige Geschichte, die man im Winter am Kaminfeuer lesen sollte. Einfach Fenster gut verschliessen und die Riegel vorlegen
Ein Punkt oder Herz Abzug, weil man etwas früh eine Ahnung bekommt, wer tatsächlich der Bösewicht ist. Gekonnter Twist, aber schlecht getarnt. Ein typisches Buch der amerikanischen Autorin mit vielen Wendungen, die einen oft aufs Glatteis führen.