Selbstporträt als Sphinx ist das einzige Bild der Malerin Juliette Willoughby. Es wurde für einen Tag in der Surrealismusaustellung in Paris in den 30er Jahren gezeigt und wurde dann wohl bei einem Brand in der Wohnung der Künstlerin zerstört. In den 90er Jahren machen sich Caroline und ihr Freund Patrick auf die Suche nach diesem Gemälde, von dem nun in Dubai plötzlich ein Zweites auftaucht. Sehr skurril!
Und nicht nur das Bild gibt Rätsel auf. Auch Patrick muss raten, wie er in diese üble Lage geraten konnte. Nur einen Tag nach dem Verkauf dieses Bildes, das nicht nur seine Galerie retten soll, wird er verhaftet und findet sich in einem Gefängnis in den Emiraten wieder. Nichts, was man sich wünscht.
Wie ein Puzzle setzt die Autorin hier ein Familiendrama zusammen und wir finden uns in einem Kunstkrimi wieder, wo nichts so ist wie es scheint oder scheinen sollte. Das geheimnisumwogene Bild ist nämlich selbst ein Rätsel, das ebenfalls Hinweise zu einem Kriminalfall gibt. Durch den Wechsel der Zeiten und der Erzählstruktur, wir lesen hier nämlich auch Tagebuchauszüge von Juliette, wird hier Spannung aufgebaut und wer die Krumen alle findet im Text, beginnt irgendwann zu ahnen, was sich da alles abgespielt hat.
Manches wirkt etwas konstruiert, aber der Stil ist angenehm und flüssig und man kann leicht über Kleinigkeiten hinweg sehen. Mich hat das Buch gut unterhalten und die Exkurse in die Kunstgeschichte fand ich bereichernd. Gerne gebe ich 4 Sterne für diesen unterhaltsamen Krimi.