Cassi führt als Restaurantmanagerin ein erfolgreiches Lokal in Stockholm. Sie ist perfektionistisch und sowohl im Privat- als auch Berufsleben sehr auf ihre Aussenwirkung bedacht. Nach einem Zusammenbruch folgt ihr Wegzug aus Stockholm. Durch Zufall findet sie eine Waldhütte und kauft diese spontan. Es geht sodann das Gerücht um, dass sie ein Selbsthilfe-Guru sei. Als die ersten Therapie-Anfragen kommen, lässt sich Cassi von der Situation mitreissen und spielt fortan die Rolle ihres Lebens…
Erster Eindruck: Das Cover ist gestalterisch nicht so mein Fall.
Warum habe ich zu diesem Buch gegriffen? Mich hat die Original-Inhaltsbeschreibung neugierig gemacht und ich wollte wissen, wie Cassi aus dieser Misere wieder herausfinden würde, denn es wird allen klar sein, dass das Schauspiel einmal auffliegt. Und? Nun ja, es waren für mich sehr lange 416 Seiten…
Der Start war schwierig, denn ich habe die ersten 30 Seiten 3x gelesen, dazwischen jeweils nochmals die Inhaltsbeschreibung, da ich hatte das Gefühl, überhaupt nicht zu verstehen, um welches Buch es gerade ging. Auch nach den ersten 100 Seiten konnte mich das Buch nur sehr mässig begeistern. Mir fiel der Einstieg so schwer, da für mich nicht greifbar war, was mit Cassi eigentlich passiert ist. Ich hatte das Gefühl, den Informationen immer hinterher zu stolpern.
Als sie das heruntergekommene Haus übernimmt, kommen die ersten Anfragen nach „Therapie-Sitzungen“. Und sie lässt sich tatsächlich darauf ein! Das hat mir gar nicht gefallen: Menschen haben Probleme und vertrauen sich ihr an, dabei hat sie doch noch selbst mit einem grossen Haufen Problemen zu kämpfen.
Ich konnte mich mit Cassi einfach nicht anfreunden. Ihr Handeln war für mich nicht nachvollziehbar. Einzig in den Momenten, in denen sie mit Pavel, ihrem väterlichen Freund, zusammen war, wirkte sie authentisch. Pavel und seine Geschichte waren für mich das Beste am ganzen Buch.
Die Geschichte war mir zu langfädig, die Burnout-Situation kam für mich nicht genügend hervor, der Ausgang der Geschichte zu einfach. Darüber würde ich gerne noch mehr erzählen, aber ich will ja nicht spoilern. Leider gibt es von mir keine Leseempfehlung – 2 Sterne.