Der Roman erzählt die Geschichten von Bijoux und ihrer Tante Mira, zwei Frauen aus dem Kongo, deren Leben von Umzug, Geheimnissen und der Suche nach eigenem Selbst bestimmt sind. Bijoux geht als Teenagerin von Kinshasa nach London, entdeckt dort, dass sie sich zu Frauen hingezogen fühlt, und kämpft mit den Erwartungen ihrer Familie. Gleichzeitig erfahren wir von Miras Vergangenheit, die von Flucht, Verlust und dem Gefühl, nie wirklich angekommen zu sein, geprägt ist. Die Geschichte spielt teils in den 1980er Jahren im Kongo und teils in den 2000er Jahren in London, was den Figuren Tiefe verleiht und zeigt, wie Vergangenheit und Gegenwart zusammenhängen. Die Autorin schreibt klar und eindrucksvoll und verbindet Themen wie Migration, kulturelle Entwurzelung, Liebe zwischen Frauen, Religion und weibliche Selbstbestimmung. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung der inneren Konflikte der Hauptpersonen, die zwischen persönlicher Freiheit und familiärer Zugehörigkeit hin- und hergerissen sind.
Kurz gesagt: Ein bewegender Roman, der dazu ermutigt, den eigenen Weg zu gehen, auch wenn das bedeutet, gegen Erwartungen und Regeln zu handeln. Mich hat er nicht nur gefesselt, sondern auch dazu inspiriert, meinen eigenen Lebensweg bewusster zu betrachten.