Insgesamt empfinde ich das Buch, als ein tiefgründiger Liebesroman mit Herz und Verstand, der zeigt, dass Liebe nicht immer laut sein muss – manchmal braucht sie einfach nur Zeit, Mut und die richtigen Worte.
Die Storyline ist speziell und auch durchgehend interessant. Der Trope Friends to Lovers wird hier auf gelungene Weise umgesetzt. Die emotionale Entwicklung zwischen Juna und Link ist nachvollziehbar und langsam aufgebaut. Es ist keine überstürzte Romanze, sondern basiert auf jahrelanger Freundschaft.
Julia Niederstrassers Schreibstil ist warmherzig und ruhig. Dadurch erschafft sie eine angenehme Atmosphäre.
Manche Stellen ziehen sich etwas in die Länge und manchmal habe ich das Gefühl, die Figuren würden sich eher an der Sicherheit ihrer Freundschaft festhalten als den Schritt zu ihrer Liebe zu wagen.
Juna überzeugt mich vor allem durch ihre Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit. Ihr Weg zur Selbstakzeptanz ist sensibel und glaubwürdig dargesteḷlt.
Link kämpft mit seiner eigenen Vergangenheit und dieser Kampf ist greifbar und nachvollziehbar. Sein Wunsch, seine Freunde nicht zu verlieren, steht ihm im Weg und macht ihn menschlich.