Unsere Tage am Fluss ist für mich ein sehr schöner Roman, der Vergangenheit und Gegenwart in einem harmonischen Gleichgewicht verbindet. Anfangs hatte ich die Befürchtung, die Handlung könnte sich zu sehr in der Vergangenheit verlieren, doch die Autorin schafft es, beide Zeitebenen wunderbar miteinander zu verweben.
Die Figuren sind liebevoll und glaubwürdig gezeichnet. Elisa und Calam haben mich besonders durch ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte berührt. Harriett stellt eine starke Frau dar, die vieles durchgemacht hat, sich jedoch stets bewusst war, was sie tun musste und wohin ihr Herz sie führen würde. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen – und dadurch auch tief in die gesamte Geschichte eintauchen, um gemeinsam mit den Figuren das Rätsel um Elisas Grossmutter zu lösen.
Das Ende war zwar etwas vorhersehbar, doch es strahlt eine wohltuende Ruhe aus, die perfekt zu dieser rätselhaften und zugleich hoffnungsvollen Geschichte passt.
Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen, weil es mich von Anfang an gefesselt hat. Die geheimnisvolle Atmosphäre und die vielen Fragen, die sich im Laufe der Handlung auftun, lassen einen nicht los – man möchte unbedingt wissen, was sich hinter all den Andeutungen verbirgt.