Dieser Roman war für mich ein Ausflug in ein neues Genre und hat mich durch seinen intensiven, atmosphärischen Stil positiv überrascht. Die Geschichte von Sabine, die sich von der unterdrückten Maria zu einer mächtigen, aber oft rücksichtslosen Figur entwickelt, war vielschichtig und spannend zu verfolgen.
Besonders stark war für mich der emotionale Tiefpunkt rund um den Verlust von Matteos Partner. Auch Sabines Zwischentöne vor allem in der Zeit mit Matteo haben mich berührt.
Etwas schade fand ich, dass Alice und Lottie zwischendurch in den Hintergrund gerieten. Umso schöner war es, dass am Ende die Geschichten aller drei Protagonistinnen wieder zusammengeführt wurden. Dieser Abschluss hat mich wirklich überrascht damit hatte ich nicht gerechnet. Es war ein stimmiger und kraftvoller Schluss, der die einzelnen Handlungsstränge sinnvoll miteinander verbunden hat.
Ein dichter, eindrucksvoll erzählter Roman über Macht, Sehnsucht und Identität nicht durchgehend perfekt, aber definitiv lesenswert.