Penelope Douglas ist für mich eine dieser Autorinnen, deren Bücher man entweder verschlingt oder weglegt und nachdem ich sie letztes Jahr für mich entdeckt habe, gehört Credence definitiv zu meinen Favoriten. Umso gespannter war ich auf Five Brothers. Leider konnte mich dieser Roman nicht wirklich überzeugen.
Zwar bietet auch Five Brothers alles, was Douglas-Fans erwarten: Spice, Drama, emotionale Spannungen und intensive Beziehungen. Aber genau hier liegt auch mein Problem. Die Geschichte erinnerte mich anfangs zu sehr an Credence (nicht nur wegen komischen Namen für die Hauptprotagonisten) was per se kein Nachteil wäre, wenn sich die Handlung dann eigenständig weiterentwickelt hätte. Doch das “durchschlängeln” der Protagonistin Krisjen durch alle Brüder wirkte auf mich mehr konstruiert als glaubwürdig. Es fehlte mir an Tiefe, an emotionalem Realismus, an irgend eine logische Erklärung, die mehr als nur körperlich war.
Natürlich bleibt der Schreibstil gewohnt flüssig und fesselnd. Aber im Vergleich zu anderen Werken von ihr fühlte sich Five Brothers eher wie eine überzeichnete Fantasie an als wie eine echte, nachvollziehbare Geschichte.
Für Fans von Dark Romance, die vor nichts zurückschrecken und vor allem auf Spice und Tabubrüche setzen, mag das Buch unterhaltsam sein. Für mich persönlich war es jedoch eher eine Enttäuschung.