Im schattengrünen Tal liegt ein altes, heruntergekommenes Hotel. Der Besitzer ist ein sturer alter Mann, der zwar an seinem Besitz hängt, aber auch sehr an alten Strukturen hängt. Seine Tochter Lisa arbeitet eigentlich in der Touristeninformation und hätte auch die Chance gehabt dort Karriere zu machen. Sie reduziert jedoch ihre Arbeit dort, um dem Vater bei der Buchhaltung unter die Arme zu greifen und auch sonst wird sie immer hinzugerufen, wenn es ein Problem gibt. Natürlich kümmert sich Lisa sofort um alles und checkt alle noch verbleibenden Gäste aus.
Nur eine junge Frau möchte nicht gehen. Sie scheint verschüchtert, ist ohne eigene Sachen im kalten, abgedunkelten Zimmer und fleht praktisch darum dort bleiben zu dürfen, da sie alles verloren habe.
Schnell nimmt sich Lisa der gestrandeten Daniela an und ahnt nicht, dass diese einen perfiden Plan hat in dem Lisas Ehemann eine wichtige Rolle spielt.
Die Geschichte ist spannend geschrieben. Als Krimi- und Psychothrillerfan, habe ich aber immer auf den Plottwist gewartet. Es gäbe viele Möglichkeiten die Geschichte noch etwas spannender zu schreiben. Die Ideen sind gut, aber die Umsetzung meines Erachtens nicht gut umgesetzt.
So löst sich für mich am Ende viel zu schnell das entstandene Problem in Luft auf, obwohl 90% der story beim Leser das spannende Gefühl aufgebaut wird. Für mich etwas enttäuschend und fade.
Aber vielleicht habe ich zu sehr auf einen Schwarzwaldkrimi gehofft und war daher enttäuscht, dass das Ende so harmonisch und einfach geschrieben wurde.
Eine nette Lektüre, mit ein wenig Spannung, aber schnellem und lahmem Ende. Sorry for that.
Vielen Dank an Netgalley für die Bereitstellung des Hörbuches.