Eine Dating Plattform für Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben. Auch Raphael und Nala treffen sich dort virtuell, um sich noch einmal zu verlieben. Als sie sich im realen Leben sehen sollten, geht es Raphael nicht gut und er schickt stattdessen seinen Freund Julius, der so ganz anders ist als Raphael. Irrungen und Wirrungen sind da vorprogrammiert.
Ich bin mit sehr gemischten Gefühlen an dieses Buch herangegangen, da ich selber betroffen bin und nicht wusste, wie stark es mich triggern würde. Die Idee, eine Geschichte zu einer solchen Dating Plattform zu schreiben, fand ich interessant, bzw. finde sie immer noch interessant. Die Umsetzung war dann ganz Fitzek-Kein-Thriller-like: tiefgründige Ansätze mit einigen Slap-Stick-Szenen - einige sehr lustige, und einige zu viel.
Wo ich anfangs befürchtet hatte, als Palliativpatientin nicht ernst genommen zu werden, hat sich im Laufe des Buches relativiert. Auch wenn sich der Autor oft auf dem schmalen Grat des guten Geschmacks bewegte, hat er die Kurve, meines Erachtens, immer wieder gekriegt. Ein halbes Herzchen gibt es dann auch noch für das versöhnliche Ende.
Horrordate ist eine temporeiche Geschichte, die auf einer guten Idee basiert und unterhaltsamen Einblick bietet, was es heisst, wenn man versucht unter besonderen Umständen ein normales Leben zu führen.