Die Autorin entführt uns im ersten Band der Empire of Sins and Souls Trilogie in ein düsteres Aubervilliers (grenzt an Paris), wo wir die Protagonistin, Zoé, durch ihr schwieriges Leben, einen Mord und schliesslich auf ihrem Weg in die Hölle begleiten.
Sowohl das Setting in Aubervilliers sowie Xanthia empfinde ich als gut gewählt und detailreich beschrieben. Die Autorin schafft es, eine schwere und düstere Atmosphäre über das ganze Buch hinaus zu schaffen.
Die Protagonistin, Zoé, ist in meinen Augen ein sehr starker Mensch, jedoch kann ich ihre Gedankengänge und Gefühle nicht nachvollziehen. Mir ist bewusst, dass jeder Mensch anders mit Trauer umgeht, doch ich bezweifle, dass die sofortige Sexualisierung des Grafen der Vorhölle bei irgendeinem Menschen als Trauerbewältigung gelten würde. So kam es auch, dass ich die ersten Aufeinandertreffen von Zoé und dem Grafen, Alexei, als sehr unangenehm und äusserst unrealistisch (I know, es ist ein dark Romantasy-Buch aber ne, fand ich nicht gut).
Auch wenn irgendwie immer etwas passiert ist, empfand ich die Geschichte als relativ langatmig und konnte den Spannungsbogen nicht nachvollziehen.
Von mir gibt es leider keine Leseempfehlung.