Es fällt mir ehrlich gesagt schwer, genau zu sagen, wo ich bei diesem Buch anfangen soll, ohne ihm irgendwie Unrecht zu tun. Insgesamt hat es mir wirklich gut gefallen – die Geschichte hat mich reingezogen, und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Johnny und Shannon weitergeht.
Was mich aber gestört hat, waren die vielen Satzzeichenfehler und inhaltlichen Unstimmigkeiten. Das hat das Lesen manchmal echt mühsam gemacht. Je weiter ich gelesen habe, desto besser wurde es zwar, aber gerade am Anfang haben die vielen Schimpfwörter und die teilweise sehr vulgäre Sprache für meinen Geschmack etwas überhandgenommen. Das war mir manchmal einfach zu viel. Trotzdem habe ich weitergelesen – und ich bin froh darüber. 🖤
Das Buch behandelt wirklich schwere Themen: häusliche Gewalt, extremes Mobbing – es wird nicht beschönigt, sondern offen und ehrlich gezeigt, was die Figuren durchmachen. Das hat mich wirklich berührt und oft sprachlos gemacht.
Johnny ist ein begabter Rugbyspieler, der extrem ehrgeizig ist – so sehr, dass es ihm selbst irgendwann schadet. Man merkt, wie verbissen er an seinen Zielen festhält, auch wenn er sich dabei selbst verliert.
Shannon dagegen ist eine eher stille, zurückhaltende Figur. In ihren 16 Jahren musste sie schon einiges durchmachen und hat gelernt, niemandem mehr wirklich zu vertrauen. Umso schöner fand ich ihre Entwicklung – zu sehen, dass sie wieder lernt, Menschen an sich heranzulassen, ohne direkt enttäuscht zu werden.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf den zweiten Band und hoffe sehr, dass dort die Korrektur besser gemacht wurde. Denn die Geschichte hat definitiv viel Potenzial – trotz ihrer Schwächen.