Phoebe ist kinderlos und geschieden. Jahrelang haben ihr Ex-Mann und sie versucht, ein Kind zu bekommen. Und nun ist er weg. Bei einer anderen Frau. Phoebe ist an ihrem Tiefpunkt angelangt. Einmal will sie noch luxuriös logieren, nämlich im „Cornwall Inn“, danach will sie sich umbringen. Im Hotel findet eine mehrtägige Hochzeitsfeier statt; Phoebe wird für einen Hochzeitsgast gehalten. Die Braut Lila erfährt von Phoebe den wahren Grund ihres Aufenthalts. Ein Suizid würde ihre Hochzeit ruinieren, daher kann sie so etwas auf keinen Fall während ihrer perfekt organisierten Feier dulden! Eine bemerkenswerte Woche beginnt…
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir leider nicht. Zudem scheint es aktuell in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen – das mag ich nicht.
Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Cover hat mich, wie bereits oben erwähnt, nicht angesprochen, dafür die Inhaltsbeschreibung umso mehr. Aber – natürlich kommt hier ein Aber – das Buch hat mich dann nicht ansatzweise so begeistern können wie erhofft. Warum? Zuerst zu den Protas:
Die attraktive 28-jährige Lila ist reich, verwöhnt und gewohnt, dass alle um sie herum genau das tun, was sie sich wünscht. Immer. Sie ist ein extrovertierter Typ. Phoebe ist vierzig und Professorin an der Universität (wie ihr Ex Matt). Der Job scheint ihr nicht viel Freude zu machen. War es jemals anders? Oder haben sie einfach die letzten Jahre aufgrund der privaten Situation so zermürbt? Sie frisst immer alles in sich hinein. Damit soll jetzt Schluss sein. Sie hat sich einfach von ihrer Arbeit davongeschlichen. Ich wurde mit beiden Frauen nicht warm. Bräutigam Gary hat mir jedoch gefallen, ebenso seine Tochter Mel, sorry, sie will ja „Juice“ genannt werden. Als Witwer eine neue Beziehung einzugehen, ist nicht einfach – für keine der daran beteiligten Personen.
Beim Aufeinandertreffen von Lila und Phoebe treffen Welten aufeinander! Überraschenderweise eröffnet Phoebe Lila gleich, dass sie sich umbringen will. Und Lila reagiert darauf, wie wenn sie nur gesagt hätte, dass sie morgen eine neue Jeans kaufen wolle. Wie kann zwischen den zwei so unterschiedlichen Frauen eine Bindung entstehen? Lila monologisiert ihr Umfeld schier in den Wahnsinn. Da sich die Welt ausschliesslich um sie zu drehen hat, sind ihre Ansagen das Wichtigste. Doch die perfekte Fassade von Lila bröckelt und dahinter blitzt zuweilen eine verängstigte junge Frau hervor, die einfach nur geliebt werden will. Ist Gary der richtige Mann für sie? Sie nimmt Phoebe das Versprechen ab, sich in der Nacht nicht umzubringen, und bindet sie ins Hochzeitsgeschehen ein.
Das Buch war mit 480 Seiten viel zu lang für die präsentierte Geschichte. Sie war zudem extrem dialoglastig (bzw. monologlastig), d.h. wenn sie verfilmt würde, würde nonstop jemand quasseln. Meine Lesefreude hat stetig abgenommen; erst im letzten Viertel gab es bei mir nochmals einen Aufschwung, da ich doch wissen wollte, wie die Geschichte endet. Der Ausgang der Geschichte hat es für mich jedoch nicht mehr rausreissen können. Ich freue mich, wenn das Buch viele Leser:innen begeistert, aber mich hat es nicht gepackt. Leider keine Leseempfehlung; 2 Sterne.