Wenn man sich die Regale der Supermärkte anschaut, finden sich zurzeit viele mit Proteinen angereicherte Produkte (High Protein Puddings, Shakes, Riegel, Toast, Pasta u.v.m.). Brauchen wir das wirklich? Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner, Buchautor sowie ärztlicher Direktor und Gründer des medicum Hamburg, klärt auf. Auf verständliche Art vermittelt er aktuelles Fachwissen rund um die Proteine, ergänzt mit 60 Rezepten und vielen Tipps für die Umsetzung im Alltag.
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir, ebenso der Buchtitel – wer möchte nicht einen Gamechanger für eine verbesserte Gesundheit haben?
Dies ist mein zweites Buch des Autors nach „Iss dich gesund mit Dr. Riedl“, was mir sehr gut gefallen hat.
Proteine, Kohlenhydrate und Fette gehören zu den Makronährstoffen, von denen der Mensch grosse Mengen zu sich nehmen muss, um die „Maschine“ – den Körper – am Laufen zu halten. Es ist sehr interessant, was Eiweiss bewirkt. Es gilt als „Arbeiter des Körpers“, wohingegen die anderen beiden in erster Linie als Energiequelle dienen.
Häufig heisst es: „je mehr, desto besser“. Gilt das auch für Eiweiss? Nein. Auch wenn viele „Pseudoexperten“ (O-Ton Dr. Riedl) – die Influencer – häufig genau das in den Social Media vermitteln. Aber ein Zuviel an Protein kann kontraproduktiv sein und die Nieren belasten.
Ich habe gelernt, dass das Protein dafür sorgt, dass es zum Sättigungsgefühl kommt. Sobald der Körper merkt, dass die Depots gefüllt sind, wird der „Schalter“ von „hungrig“ auf „satt“ umgestellt (Protein-Leverage-Effekt). Doch das bedeutet auch, dass ich hierfür mehr Protein in meinen Speiseplan aufnehmen muss, um Heisshunger-Attacken zu vermeiden. Die Rezepte im Buch geben erste Impulse. Mir hat insbesondere gefallen, dass Dr. Riedl empfiehlt, die Veränderung in der Ernährung in kleinen Schritten zu gehen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und mag eben die Gerichte, die er täglich vorgesetzt bekommt. Ob sie aber für den Körper gesund sind, ist ein ganz anderes Thema. Also lieber eine kleine Veränderung dauerhaft umsetzen und erst danach ein weiteres Thema angehen.
Fazit: viel trinken (immer eine „Baustelle“ bei mir), Proteinzufuhr auf drei Mahlzeiten am Tag verteilen (dazwischen möglichst nicht snacken), mehr Bewegung.
Ich habe dieses Buch als E-Book gelesen. Einige Tabellen waren dabei auf dem E-Book-Reader aufgrund der kleinen Bildschirmgrösse nicht so gut lesbar. Dies ist in der gedruckten Version sehr viel besser gelöst. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter – 5 Sterne.