Friekes Buchladen, Band 4: Was bedeutet der Sommer auf Spiekeroog für die Insulaner? Viel Arbeit! Davon hat Sonja, die alleinerziehende Dreifach-Mama und Vermieterin von Ferienwohnungen, effektiv mehr als genug. Der Brot-Job macht ihr jedoch schon lange keine Freude mehr. Soll sie diesen nun bis zur Rente weitermachen? Ihre Freundin Frieke bringt vom Festland ihren früheren Journalisten-Kollegen Carl mit – er wurde suspendiert und sucht Abstand. Da er bei Sonja im Gästezimmer wohnt, kommen sie sich näher. Bei Frieke und Emma stehen Veränderungen bevor…
Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit Ferienfeeling – gefällt mir!
Dies ist Band 4 der Reihe, aber er lässt sich auch ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen.
Die Hauptprotagonistin ist dieses Mal Sonja. Sie hat viel um die Ohren und so gut wie nie Zeit für sich selbst. Der Job mit den Ferienwohnungen hat sie vor fünf Jahren von ihrem Vater übernommen, als sie sich hat scheiden lassen. Ihr Vater kann das Geschäft aber noch nicht so richtig loslassen und schaut sehr oft „zufällig“ vorbei. Friekes Kollege Carl wohnt vorübergehend bei Sonja im Gästezimmer, da alle Ferienwohnungen belegt sind. Sie findet ihn gleich sympathisch und ist zudem sehr angetan, dass er ungefragt im Haushalt mithilft – das hätte ihr Ex-Mann niemals gemacht. Sie freut sich über Carls Anwesenheit und über ihre Gespräche. Wäre es vielleicht möglich, dass aus ihnen beiden ein Paar würde? Aber weswegen wurde er überhaupt supendiert?
Frieke und Söhnchen Ole werden für knapp drei Monate auf Bengt verzichten müssen, da er für einen Forschungsauftrag wegfährt. Und ausgerechnet jetzt fühlt sie sich nicht so gut. Wie soll sie nur alles ohne ihn managen? Auch bei Emma läuft nicht alles wie gewünscht: Sie hätte gerne noch ein Kind, aber es scheint einfach nicht zu klappen. Jeden Monat die gleiche Enttäuschung…
Ein Sommer, der es in sich hat: viel emotionales Chaos und Zeit des Aufbruchs. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Am besten gefallen hat mir die Freundschaft von Frieke, Emma und Sonja – eine solche Freundschaft ist jedem zu wünschen. Von mir gibt es 3 Sterne.