Zum Inhalt: Holmes und Watson werden von einem Schauspieler engagiert, weil bei jeder Vorstellung dieselbe Leute im Zuschauersaal sitzen. Währendessen müssen Moriarty und Moran um ihr Leben bangen, weil der Versuch zwischen zwei Banden zu vermitteln missglückt. Und dann erhalten Holmes und Moriarty auch noch Botschaften, dass sie zusammenarbeiten müssen.
Ob das gut gehen kann? Ob sich alle Fäden verknüpfen lassen?
Das Buch ist aus der Sicht von Watson und von Moran geschrieben. Watsons Berichte wirken auf mich, als wäre er beinahe ständig über Holmes Erkenntnisse verwirrt. Morans Kapitel sind von einer sehr rauen Sprache geprägt. Seine Berichte enthalten Gewaltberichte, die nichts für Zartbesaitete ist. Anfangs irritierte mich der Wechsel zwischen diesen beiden. Eine Überschrift wäre hilfreich gewesen. Doch mit der Zeit erkennt man immer schneller aus welcher Sicht die Geschichte nun erzählt wird.
Für mich waren es zu viele Fälle/Begebenheiten welche angerissen wurden und dann als lose Fäden ruhen. Achtung Spoiler: am Ende werden alle Fäden zusammengeführt. Dies geschieht ziemlich abrupt. Die ganzen Erklärungen finden erst ganz am Schluss statt.
Fazit: ich fand das Buch spannend geschrieben. Die Charakteren sind nicht wahnsinnig detailliert ausgearbeitet, das müssen sie aber auch nicht, da bereits bestehenden Bilder (egal aus dem Original oder den Serien) sich gut integrieren lassen. Bei Arthur Conan Doyle erklärt Holmes immer mal wieder, wie er zu seinem aktuellen Ermittlungsstand kommt. Dass Hr. Rubin dies anders handhabte, ist schade. Was mich noch gestört hat, ist der Fehler mit den rätoromanisch Sprechenden im falschen Kanton.
Wer Fan von Sherlock Holmes ist, wird das Buch sicher lesen wollen. Es lässt sich gut lesen, ohne Vorkenntnisse dieses Universums. 100%ig geglückt ist es leider nicht.