In Vera Bucks neuem Buch erfüllt sich die Hauptfigur Tilda einen Traum, den viele bestimmt teilen. Sie ersteht ein altes Haus zu einem Spottpreis und macht sich an die Renovierung. Dazu spielt die Handlung noch auf der italienischen Insel Sardinien im Sommer. Man denkt also zuerst einmal an Sonne Strand und Meer.
Doch nicht nur das Haus, nein das ganze Geisterdorf hat eine dunkle Vergangenheit. Was ist hier geschehen, sodass eine ganze Dorfgemeinschaft zu Tode kam?
Tilda selbst ist aber ebenfalls auf der Flucht vor etwas- oder jemandem? Welches Geheimnis hat sie aus dem Rampenlicht in diese unbewohnte Gegend Sardiniens verschlagen? Und auch die anderen Figuren kämpfen mit den Geistern der Vergangenheit.
Und so verläuft die Handlung von Anfang an auf mehreren Ebenen. In der Vergangenheit deckt man das Geheimnis eines ganzen Dorfes auf und in der Gegenwart bringt dieses Geheimnis Tilda und schliesslich auch ihren Bruder Nino in Gefahr. Als die Fäden alle zusammenfinden entsteht ein äusserst klug erzählter Geschichtenteppich. Und das Beste ist, dass das überraschende Ende nicht vorhersehbar ist.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin versteht es, die komplizierte Handlung nicht ins Uferlose laufen zu lassen und behält die Fäden in der Hand. Die Zusammenführung der Erzählstränge ist logisch, aber das Ende trotzdem völlig unerwartet. Die Athmosphäre ist dicht und lässt einen das Buch kaum aus der Hand legen. Die Figuren sind glaubwürdig und sympathisch. Gern würde ich mehr von der Autorin lesen.