Birgit und Tekla sind Freundinnen. Die Deutschen haben Norwegen besetzt und es wird gemunkelt, dass der Krieg bald zu Ende geht. Es ist 1944 und die beiden Krankenschwestern gehen zu einer Informationsveranstaltung, nach der Brigit sich in den Norden versetzen lässt, um dort im Krankenhaus zu helfen. Sie trifft dort auf Kollegen, die entlaufene Zwangsarbeiter behandeln und verstecken. Als Birgit dies herausfindet, zögert sie nicht lange und entscheidet sich diese Menschen zu unterstützen. So lernt sie auch Nadia kennen, deren Schicksal ihr sehr nahe geht. Sie treffen immer wieder aufeinander und werden schliesslich zu Freundinnen. Als Birgit schliesslich des Verrats angeklagt und ins Folterhaus gebracht wird, erleidet sie unsagbare Qualen, die nicht nur körperliche Narben bei ihr hinterlassen.
Es ist teils wirklich grausam die Geschichte zu hören. Die Armut, Hilflosigkeit, Ungerechtigkeit, Verrat und vor allem die Rolle der Frau und grossartige Freundschaften, stehen im Mittelpunkt der Erzählung.
Es ist als sehr spannende Geschichte aufgebaut und beginnt gegen Ende des zweiten Weltkrieges, erzählt aber auch die Not nach dem Sieg der Alliierten und nicht nur die Liebe der Freundinnen gehört zur Story.
Die Autorin hat die Ereignisse um ihre Grossmutter Tekla und deren Freundinnen mit Hilfe einiger Zeitzeugen recherchiert und zu Papier gebracht.
Es ist eine wertvolle Dokumentation, wie die Menschen damals behandelt wurden und was sie erleiden mussten.
Traumatherapie in ihren Anfängen, aber die meisten Opfer konnten und wollten nicht über das Erlittene reden, da es zu grausam für sie war. Dramatisch, emotional und erschreckend realistisch wirkt das Buch noch lange in mir nach. Absolute Leseempfehlung.
Vielen Dank an Netgalley für das kostenfreie Hörbuch.