Ein Serienmörder geht um. Aber er verbreitet nicht Angst und Schrecken - zumindest nicht unter dem weiblichen Anteil der Bevölkerung. Er tötet Männer, Ehemänner und dies aus gutem Grund. Es sind Männer, die ihren Frauen das Leben zur Hölle gemacht haben und nach außen den Saubermann gaben. Die fünf Ehefrauen der bisherigen Opfer treffen sich nach den Morden regelmäßig, um sich gegenseitig zu stützen. Denn statt befreit aufatmen zu können, verdächtigt sie mangels Alternativen die Polizei abwechselnd , die Mörderin zu sein. Da sie vor allem den männlichen Beamten für unfähig halten, beschließen sie den Fall auf eigene Faust zu lösen.
Ehrlich gesagt, habe ich den Mörder auch gefeiert. Die Frauen sind durch die Hölle gegangen. Scheidung ist kein Thema. Dafür reicht das Selbstwertgefühl schon lange nicht mehr. Sehr gelungen fand ich, dass die Frauen abwechselnd in der Ich-Form , ihre Sicht der Ereignisse schildern. Besonders gelitten habe ich mit Lexi. Sie hat drei kleine Kinder und muss im Gegensatz zu den anderen Frauen arbeiten gehen, um zu überleben. Sie wird - möglicherweise auch wegen ihrer ethnischen Herkunft - von der Polizei besonders verdächtigt und fast schon bedrängt. Da liegt der Entschluss nahe, selbst den Täter zu entlarven. Am Ende gibt es einem unerwarteten Showdown. Die Bedrohung kommt aus einer nicht vorhersehbaren Richtung, deshalb auch für mich völlig überraschend. Fast hätte ich Mitleid gehabt, aber der Täter hat für mich Grenzen überschritten, die nicht hinnehmbar waren.
Ich habe die Auflösung beklatscht. Ich fand sie überzeugend und vor allem und trotz allem gerecht. Und der Krimi war spannend bis zur letzten Seite !