Der neue Fall von Sherlock Holmes, welchen er gezwungenermassen mit Moriarty lösen muss, überzeugt mich wenig. Die Geschichte benötigt einige Zeit, bis sie anläuft und mir die beiden abwechselnden Erzähler Watson und Moran klar sind. Nach dem ersten Drittel geht der Lesefluss schnell voran und auch die Spannung kann bis zum Schluss aufrecht erhalten werden.
Der Fall teilt sich stark auf, sodass teilweise vergessen wird, wer eigentlich der ursprüngliche Klient ist. Dies fand ich sehr schade, da so immer wieder Teile der Auflösung des Falls zeitweise wegbrachen und zum Schluss einfach alles zusammenkam.
Was mich stark gestört hat, war die ungenügende Recherchearbeit des Autors. Aus unerklärlichen Gründen spricht die Bevölkerung im Berner Oberland rätoromanisch. Entweder kann die Geschichte im Graubünden stattfinden oder sie sprechen einfach Bärner Mundart, welche für Holmes genug unverständlich sein sollte. Auch gab es weitere kleine historische Fehler, die sich eingeschlichen haben.