Das Cover hat mich sofort angesprochen, fand es wirklich schön gemacht. Ich habe mich richtig gefreut, als ich das Buch in die Hand genommen habe. Leider blieb diese Begeisterung für mich nicht bestehen.
Die Geschichte rund um Rosa, die nach vielen Jahren in London in ihre alte Heimat zurückkehrt, klang auf den ersten Blick spannend. Themen wie verlorene Freundschaften, eine mysteriöse Vergangenheit im Internat, die frühe verstorbene Mutter, hört sich in erste Linie toll an. Doch irgendwie kam die Handlung für mich nicht richtig in Fahrt. Vieles wirkte langgezogen, die Spannung blieb aus, und ich hatte oft das Gefühl, dass es nicht so richtig vorwärtsging.
Sprachlich ist das Buch definitiv speziell. Es gibt Passagen, die sehr schön geschrieben sind, aber genau das macht es für viele wohl auch eher schwer zugänglich. Man kann sich zwar einlesen, aber ich glaube, das wird nicht jedem leichtfallen.
Die Figuren waren durchaus interessant, aber gleichzeitig auch ein bisschen undurchsichtig. Manche Reaktionen oder Verhaltensweisen von Rosa konnte ich nicht ganz nachvollziehen, was es für mich schwer gemacht hat, wirklich mit ihnen mitzugehen oder eine Verbindung aufzubauen.
Für mich persönlich war es zu zäh und emotional zu distanziert. Ich weiss nicht, ob ich es ohne die Leserunde überhaupt bis zum Ende gelesen hätte.