Die Autorinnen und Freundinnen, beide in ihren Sechzigern, zeigen auf, welche Erwartungen wir an das Alter haben und welche ungebetenen Gäste bei zunehmendem Alter dauerhaft bei uns einziehen: körperliche Beschwerden, ungewollter „Faltenwurf“, Schlupflider oder einfach allgemein die böse Schwerkraft. Dabei werden aber auch alte und neue Liebe thematisiert, Freundschaft, Finanzen, Einsamkeit und Regelung von letzten Dingen. Sie sagen: „Der Notausgang aus dem Alters-Grau: Humor, Zuversicht und Mut.“ Los geht’s…
Erster Eindruck: Das Cover, das wie eine Torte mit Zuckerglasur gestaltet ist, gefällt mir gut. Aber noch mehr gefällt mir der Buchtitel – herrlich!
Ich „kenne“ die beiden Autorinnen aus den Medien, will heissen, dass ich sie selbstverständlich nicht wirklich kenne. Von Frau Fröhlich habe ich bereits „Treuepunkte“ sowie „Und ewig grüsst das Moppel-Ich“ gelesen; beide Bücher haben mich gut unterhalten. Von Frau Kleis habe ich bisher noch kein Buch gelesen.
Mir hat der oftmals bissige Humor sehr gefallen („kaum mehr Rückgrat als eine Biskuitrolle“). Viele Dinge haben mich absolut amüsiert, da ich ähnliche Situationen schon in meinem Umfeld erlebt habe. Andere Dinge hingegen haben mich – nicht verheiratet, keine Kinder – weniger angesprochen. Ich fand es sehr gut, dass auch unangenehme Themen wie Regelung von letzten Dingen oder Geld vorkamen.
Longevity, die Langlebigkeit, ist ein aktuelles Top-Thema (man beachte die Flut an Informationen zu diesem Stichwort): Eigentlich möchte jeder alt werden, aber nicht alt sein. Es wird dabei ein Tech-Trillionär erwähnt, der den Tod für „optional“ hält und sein striktes System „Don’t die“ (das Ziel ist klar!) verfolgt. Dazu gehören u.a. täglich die Einnahme von 111 Nahrungsergänzungsmitteln, Arztbesuche, viel Sport, die letzte Mahlzeit um 11 Uhr. Dieser Plan ist für mich verstörend. Aber jeder, wie er mag.
Wichtige Punkte für mich: Die Komfortzone verlassen und immer wieder mal was neues wagen (das ist eine ständige Baustelle von mir, denn die Komfortzone ist halt schon sehr gemütlich…). Und auch mal wieder Anfänger sein. Und aktiv der Einsamkeit gegenübertreten. Und alles mit Humor. Und, und, und… 3 Sterne.